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6 ETIKETTE-REGELN, DIE DU AUF XING UNBEDINGT BEFOLGEN SOLLTEST

Copyright Sergey Zolkin über Unsplash

Der Umgang in Netzwerken ist manchmal nichts für schwache Nerven. Zu schnell kannst du jemandem auf Schlips oder Füße treten – so scheint es. Das Schöne ist aber: Wenn gut durchdachte Regeln befolgt werden, zahlt sich dies aus.

So ist es auch bei XING – mit der richtigen Anwendung kann sich die Plattform für dich zu einem kraftvollen Tool entwickeln, mit dem du dein Netzwerk ankurbeln und dich beruflich etablieren kannst.

Aber um den Erfolg wirklich für dich verbuchen zu können, musst du nicht nur strategisch vorgehen, sondern auch behutsam sein. Es ist wichtig, dass du dir der Etikette in solch einem mächtigen Netzwerk bewusst bist.

Erstaunlicherweise sind sich viele Menschen, der einfachsten Benimmregeln bewusst. Aber nur wenige befolgen sie in der Hektik des Alltags tatsächlich.

Anbei also einmal die wichtigsten Verhaltensregeln:

1) Auch wenn du gerade in guter Freundschafts-Stimmung bist: Schreibe nicht einfach jeden an, der gerade so passt.

Wer sich auf XING effektiv vernetzen will, sollte immer (!) einen guten Grund haben. Einfach nur aus Lust und Laune seine Kontaktliste zu vergrößern, weil es vermeintlich schick aussieht oder eventuell in ferner Zukunft die Chance einer Kooperation birgt, ist der falsche Weg.

Suche dir ganz gezielt die Menschen aus, mit denen du dir zeitnahe Zusammenarbeiten vorstellen könntest.

Halte deine Kontaktliste sauber von “toten Beziehungen” und halte sie für dich übersichtlich. Dann fällt es dir auch leichter, die Kontakte über die Jahre “warm” zu halten.

2) “Hey du, lass mal vernetzen” – Personalisiere deine Kontakt-Anfragen.

Ich bekomme oft Kontakt-Anfragen
a) ohne Text
b) mit Massen-Mail-Texten
c) von Menschen, die eine Versicherung o.ä. verkaufen wollen
d) von Menschen, die thematisch nicht zu meinen XING-Kriterien passen
e) die Liebe oder mehr suchen (ja, auch das).

Die Anfragen von Leuten, die meinen Namen falsch schreiben oder mich trotz Foto sogar mit “Herr” ansprechen, lassen wir mal nahezu unberücksichtigt.

Wer ernst genommen werden und sein Ziel verwirklicht sehen möchte, sollte genau die o.g. Punkte nicht umsetzen.

Möchtest du mit deiner Anfrage Erfolg haben, sollte sie nicht nur thematisch zur Person passen, sondern du solltest diese Person auch
a) mit Namen ansprechen
b) deine Anfrage inhaltlich individuell auf die Person zuschneiden
c) dein Interesse begründen
d) und dich mit dem Menschen und seiner Profession beschäftigen.

Wenn du Parallelen zwischen eurer beider Arbeit ziehst, machst du es deinem Gegenüber leichter, auf dich einzugehen und den Kontakt für sinnvoll zu erachten.

3) Vermeide zu viele Statusmeldungen

Sicher, XING ist eine Community, in der sich die Menschen austauschen. Aber XING ist in erster Linie ein Netzwerk für Kontakte und Jobs. Statusmeldungen z.B. zu Events, wichtigen Geschehnissen in der Wirtschaft u.ä. sind zwar gewünscht, aber in Maßen.
Solltest du viele Informationen mit anderen teilen wollen, bist du bei Twitter und Facebook besser aufgehoben.
Wenn du also mit täglich unzähligen Posts Deine XING-Kontakte auf Trab hältst, finden sie das nicht so lustig und werden dich blockieren oder – noch schlimmer – aus ihrer Kontaktliste löschen.

Achte demnach darauf, dass du dir pro Woche nur drei bis fünf gute Artikel aussuchst, die du gleichmäßig über die Woche verteilt postest.

4) Update nicht zu oft (oder stelle die Benachrichtigungsfunktion aus).

Ähnlich wie bei den Statusmeldungen verhält es sich auch mit den Updates, wenn du zum Beispiel deinen Lebenslauf oder dein Portfolio aktualisierst.

Wenn du eine Neuerung in Deiner Vita zu vermelden hast und dies jeder automatisch sehen kann, ist das eine tolle Sache. Keine Frage.

Wenn du aber dein Profil an mehreren Stellen aktualisierst, tauchen diese Neuerungen am Laufenden Band bei deinen Kontakten auf.

Schone sie! Und gehe behutsam mit Änderungen um, indem du sie entweder über die Woche verteilt eingibst oder bei nicht ganz so wichtigen Änderungen die Mitteilungsfunktion vorübergehend aktualisierst.

5) “Hallo?”, Hallo?”, “Haaallooooo…!” Vermeide zu viele Nachrichten.

Du hast einer wichtigen Person eine Nachricht mit einer Anfrage zum Beispiel für ein Interview oder ein Kennenlerngespräch gesandt und der Mensch antwortet nicht (gleich)? Das passiert. Auch bei Networkern, die täglich auf XING unterwegs sind. Gönne ihnen die Zeit.

Warte einfach mal ab und sende deinem Ansprechpartner nach ca. 2 Wochen eine “Nachfass”-Mail. Und nach weiteren zwei Wochen eine weitere. Sollte in dieser Zeit nichts passiert sein, ist der Mensch womöglich nicht interessiert. Dann belass es dabei.

Sollte sich dein Ansprechpartner aber doch noch einmal melden, sagen wir nach gefühlten 5 Jahren, dann sei nicht beleidigt. Antworte ihm zeitnah, zeige Verständnis und erkläre ihm, inwiefern deine Anfrage noch aktuell ist.

 

Foto: © Sergey Zolkin | über unsplash.com

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