BUCH-TIPPS

READ THIS! THEMENVIELFALT: SACHBÜCHER

Meine Sachbuch-Tipps 2019 zu verschiedenen und besonderen Themen, die uns alle betreffen!

 

Die meisten Dinge, die man in der Schule lernt, braucht man im späteren Leben nie wieder. Aber wichtiger noch: Die meisten Dinge, die man im späteren Leben braucht, hat uns weder in der Schule noch zuhause jemand beigebracht. Warum? Dann wäre das Leben doch so viel einfacher gewesen! Die YouTube-Stars Joyce Ilg und Chris Halb12 zeigen in “Hätte ich das mal früher gewusst” (ROWOHLT) unterhaltsam und auf Augenhöhe, wie man mit dem richtigen Wissen, bewussten Entscheidungen und eigenständigem Denken und Handeln ein erfolgreiches, glückliches Leben führen kann. Schade, dass uns das alles keiner früher gesagt hat.

 

Künstliche Intelligenz und Algorithmen erleichtern in Form von Navis, Rechtschreibprogrammen, Suchergänzungen oder Kaufempfehlungen schon lange unseren Alltag. Aber sie hinterlassen oft auch ein mulmiges Gefühl, weil wir nicht so recht verstehen, was da passiert. Katharina Zweig, IT-Expertin für Sozioinformatik und vielfach ausgezeichnete Informatikprofessorin, erklärt in “Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl” (HEYNE) mit Witz und anhand einfacher Beispiele und Illustrationen, was Algorithmen eigentlich genau sind, wie sie funktionieren, welche völlig harmlos sind und welche uns tatsächlich Sorgen bereiten sollten.

 

Angesichts des bevorstehenden Todes fehlen vielen Menschen die Worte. Dabei gibt es oft noch so viel zu sagen. Wie aber der Sprachlosigkeit und der eigenen Hilflosigkeit am Sterbebett eines nahen Menschen begegnen? Der Palliativmediziner Sven Gottschling gibt gemeinsam mit der Psychotherapeutin Katja Welsch in “Übers Sterben reden” (FISCHER) praktische Hilfestellung in dieser extrem belastenden Situation.

 

 

Wenn wir uns verlieben, zeigen wir uns dem Anderen, wie wir gerne sein möchten. Wenn wir uns trennen, zeigen wir uns, wie wir sind. Hochkommende Emotionen – zum Beispiel Ängste, Verletzungen oder Wut – wollen beachtet und beruhigt werden. Genau in dieser Zeit braucht es einen klaren Blick auf das, was da in unserem Leben hochkommt. Eine Trennung ist immer auch ein Test. Und wenn beide es wollen, können die Krisenzeiten einer Trennung die Ehe oder Beziehung neu beleben und verändern. – “Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen” von Sabrina Fox (GOLDMANN)

 

Wusstest du, dass Cäsar den FC Bayern München gründete? Dass wir die TV-Serie “Akte X” Stalin verdanken? Oder dass eine fliegende Kuh Viagra salonfähig machte, Frank Sinatra durch die Erfindung der Glühbirne zur tödlichen Waffe wurde und Nietzsche den offiziellen Song zur Winterolympiade 2010 schrieb? Von jedem Ereignis der Weltgeschichte sind es nur sieben Schritte zu jedem noch so aberwitzig weit entfernten anderen, wie Danny Kringiel in “Wie Hitler das Skateboard erfand” (KiWi) vergnüglich demonstriert.

 

Mikroplastik im Essen, Weichmacher in Babyflaschen, gigantische Plastikstrudel im Meer, Schadstoffe in unserem Blut: Die negativen Auswirkungen von Kunststoffen sind in aller Munde. Trotzdem findet sich Plastik überall. Gerade im Supermarkt kommt scheinbar kaum ein Produkt ohne Plastikverpackung aus. Ein Leben ohne Plastik: Geht das überhaupt? Ja, das geht. Ihre Erfahrungen vermittelt Sylvia Schaab in “Es geht auch ohne Plastik” (GOLDMANN). Sie zeigt, wie auch Familien innerhalb von 30 Tagen die Weichen für ein nachhaltigeres Leben ohne Plastik stellen können.

 

In “Easy Glow” (GRÄFE UND UNZER) zeigt Anita Bechloch schnelle, einfache und günstige Rezepte mit maximal 3 Zutaten. Für Neulinge ein optimaler Einstieg in das Selbermachen von gesunder und nachhaltiger Naturkosmetik. Dabei decken die Rezepte die gesamte Bandbreite an Produkten ab: von der Gesichtspflege, über Körper- und Haarpflegeprodukte bis hin zu Produkten fürs Bad und den Wellness-Tag. Durch die reduzierte Anzahl an Inhaltsstoffen sind alle Produkte für die ganze Familie geeignet, auch für Schwangere, Babys und Kinder.

 

Wolf-Dieter Storl möchte uns in „Wir sind Geschöpfe des Waldes“ den Wald wieder näherbringen. Er gibt uns einen Einblick in die Tiefen des Waldes mit seiner Geschichte, seinen Mythen, Bildern und Symbolen. Die erste Biographie zwischen dem Wald und dem Menschen wird damit eine Reise zu unseren wahren traditionellen Wurzeln. Denn der Wald ist nicht nur ein „Ökosystem“ irgendwo da draußen; der Wald ist auch in uns, er ist Teil unserer Seelenlandschaft. Unsere Verbundenheit mit den Bäumen hat tiefe evolutionäre Wurzeln: Sie entstand vor 70 Millionen Jahren, als wir als Primaten durch das Geäst huschten. Über Millionen Jahre hinweg waren die Bäume unsere Welt; sie prägten uns physisch, seelisch und geistig.

 

Weiber. Sie planen Hausgeburten in der Wanne, zu dritt und bei zunehmendem Mond. Ihnen wird Algen-Boost-Toner gegen Schlaffi-Schlaffi und Schlabber-Schlabber aufgeschwatzt. Sie puhlen anderen Sockenfussel unter den Zehennägeln heraus. Nachtleben, Seitensprünge und Dammrisse hinterlassen ihre Spuren. Dazu Ehe-Männer, One-Night-Stands und Frauenärzte. Doch so unterschiedlich die Frauen auch scheinen, alle haben sie etwas gemeinsam: Die Wahl etwas an ihrer Situation zu ändern – oder aber eben nicht. In “Weiber” (KOMPLETTMEDIA) erzählt Toyah Diebel 24 Geschichten mitten aus dem Leben – zumindest von irgendjemandem. Oft komisch, manchmal trostlos oder aber einfach herrlich amüsant geschrieben, lässt das Buch den Leser zwar oft auch peinlich berührt zurück, regt aber in jedem Fall zum Nachdenken an.

 

Ist es normal, wenn ein Jahr mit Rekordhitze aufs nächste folgt? Wenn im Sand entlegenster Strände Plastikkörnchen zu finden sind? Wenn ein Hurrikan selbst hartgesottene Meteorologen staunen lässt? Wenn der Mensch mehr Boden umverteilt als alle Flüsse und der Wind? Wenn die Hausrinder mehr Lebendgewicht haben als alle wilden Wirbeltiere zusammen? Natürlich ist das nicht normal. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Ein Redaktionsteam der Wochenzeitung DIE ZEIT macht in “Wie geht es der Erde?” (KOMPLETTMEDIA) die Probe aufs Exempel.

 

In “Stell dir vor, die Zukunft wird wundervoll und du bist schuld daran” von Franziska Viviane Zobel (KOMPLETT MEDIA) erfährst du, wie du deinen Alltag nachhaltig gestalten kannst – vom morgendlichen Kaffee über den Weg zur Arbeit, Schule oder Uni, die Mittagspause, das Einkaufen und den Haushalt bis zum Abschluss des Tages. Über 100 Tipps und Produktempfehlungen, sowie verspielte Illustrationen machen dieses Buch zu einer informativen Reise auf dem Weg zu einem bewussten Lebensstil. Fang heute an Gutes zu tun.

 

Die Möglichkeiten der weiblichen Masturbation sind vielseitig. Dennoch wissen viele Frauen nicht genau, wie sie sich selbst zum Höhepunkt bringen können. Sogar der Anspruch auf einen Orgasmus liegt ihnen fern. Aber warum? Weil die weibliche Lust nach wie vor als Mysterium gilt, das wir kaum bis gar nicht erforschen – vor allem nicht in Bezug auf Techniken. Die Sexualpädagogin Gianna Bacio (“Hand drauf!“, KOMPLETTMEDIA) weiß: Masturbation muss frau lernen und üben. Wie Schwimmen oder Fahrrad fahren. Man muss sich Zeit nehmen und darf den Mut nicht verlieren. Irgendwann klappt es. Nur, wer sich und seine Vorlieben gut kennt, kann ein erfülltes Sexleben führen und das auch an seinen Partner weitergeben.

 

Männer bauen nicht nur Raketen, sondern auch Brücken. Boris Halva spürt in “Mannsbilder” (KOMPLETTMEDIA) die Lücken und Brüche auf, die das Leben eines jeden Mannes hat und haben muss – sei er noch so modern und frei und fortschrittlich. Und er lässt sich auf den Dialog ein, den die jungen Stimmen des Feminismus fordern. Dazu hat er den Männercoach konsultiert, mit dem Flirttrainer diskutiert, sich im Bekanntenkreis umgehört und die gesellschaftlichen Debatten über den Mann und die Welt verfolgt.

 

Wir Millennials sind eine Konsum-Generation. Während Sparen für unsere Eltern und Großeltern Volkssport war, sind unsere Statussymbole Reisen, Kleidung und schick Essen gehen. Die meisten von uns geben monatlich mehr Geld für Coffee to go aus, als sie sparen – und das, obwohl wir auf das größte Rentenloch der Geschichte zusteuern. Die Bloggerin Margarethe Honisch (fortunalista.de) zeigt in “Easy Money” (PIPER) Wege aus diesem Dilemma. Mit ihrem praktischen Konzept und viel Humor leitet sie uns Schritt für Schritt aus dem Dispo in Richtung Vermögensaufbau an und zeigt, wie wir unsere Finanzen in den Griff bekommen, ohne dabei auf alles verzichten zu müssen.

 

Wie funktioniert die Börse? Wie kommen Kurse zustande? Welche Kennzahlen sind wichtig? Wie und wo kann ich ein Depot eröffnen? “Crash-Kurs Börse” (BÖRSENBUCH-VERLAG) hilft, rasch und unproblematisch in die Welt des Investierens einzutauchen. Die Eröffnung des eigenen Depots und die Aufgabe von Wertpapierorders sind ebenso ein Thema wie die verschiedenen Anlageinstrumente sowie die grundlegenden Techniken der Fundamentalanalyse und der Charttechnik. Kapitel über Anlegerpsychologie, Informationsquellen und die Geschichte der Börse runden das Ganze ab.

 

Danielle Town hatte keine Lust auf Begriffe wie „Portfolio“ oder „Rendite“ – bis sie eines Tages erkannte: Ich muss mich um meine Finanzen kümmern, und zwar ernsthaft. Was tut eine Tochter, wenn sie nicht mehr weiterweiß? Sie fragt ihren Vater um Rat. Und wenn eine Tochter in Sachen Finanzen nicht mehr weiterweiß, zahlt es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus, wenn dieser Vater der Börsenguru Phil Town ist. Zusammen entwickelten sie in “Gut investiert” (BÖRSENBUCH-VERLAG) einen 12-Monats-Plan, ausgerichtet an den Weisheiten der Value-Investing-Legenden Warren Buffett und Charlie Munger.

 

Gerhard Roth erläutert in “Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern” (KLETT-COTTA), wie innerhalb der Individualentwicklung die Persönlichkeit auf unterschiedlichen unbewusst-bewussten und emotional-rationalen Ebenen des Gehirns entsteht. Sie weist jeweils eine ganz spezifische Dynamik auf und bestimmt dadurch den Ablauf von Entscheidung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensänderungen. Ein grundlegendes Buch für unser Selbstverständnis und natürlich für Fragen der Erziehung, Personalführung, Psychotherapie.

 

Die Weöt scheint aus den Fugen geraten. Dieser krisenhafte Zustand hat viele Gründe. Die Ökonomisierung der Welt hat sich im 21. Jahrhundert fast vollendet. Sie betrifft schon lange nicht mehr nur das Sichtbare, sondern reicht tief in das Unsichtbare hinein: in das Soziale, in den Umgang mit uns selbst, den anderen und der Welt. Das Resultat dieser kollektiven Identitätskrise ist eine psychotische Gesellschaft, deren Mitglieder weder wissen, wer sie sind, noch was sie sollen, und deshalb unfähig sind, mit sich und miteinander bewusst, wertschätzend und angemessen umzugehen. Doch jede Krise trägt in sich die Möglichkeit einer neuen Ordnung, sie ist eine Chance, unser Verhältnis zu uns, den Anderen und der Welt neu zu erzählen. – “Die psychotische Gesellschaft” von Ariadne von Schirach (TROPEN)

 

Streit, Eifersucht, Machtgerangel, Entfremdung – immer mehr Paare gehen diese schwierigen Themen in einer Therapie an. “Lieben ist schöner als Siegen” von Hartwig Hansen (KLETT-COTTA) erzählt 100 Live-Episoden aus der Beratungspraxis und dabei gleichzeitig von der besonderen Wirkung bewährter Interventionen: Die 100 Schlüsselsätze konzentrieren sich auf das Wesentliche und bieten so manche Joker-Formulierung aus dem Erfahrungsschatz eines Praktikers. Paartherapie live für angehende und erfahrene Berater/innen – und für Paare, die wissen möchten, was in einer Paartherapie genau passiert.

 

Wie bei jedem menschlichen Organ gilt auch für das Gehirn, dass es seine Aufgaben am besten bewältigt, wenn es sich im optimalen Funktionszustand befindet, körperlich und psychisch gesund ist. Volker Mauck regt in “Die Brain-to-Brain-Connection” (SCHATTAUER) an, einen solchen positiven Hirnfunktionszustand bei uns selbst und anderen wahrzunehmen und bewusst in zwischenmenschlichen Beziehungen zu berücksichtigen. Er macht deutlich, wie wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren, die Wirkung unseres Verhaltens auf Mitmenschen wahrnehmen und dabei den psycho-emotionalen Zustand unseres Gegenübers positiv beeinflussen können.

 

Der Darm ist als Gesprächsthema salonfähig geworden: Das Thema birgt viel Potenzial und geht über das körperliche Befinden hinaus: Das Mikrobiom im Darm könnte gar auch ein Schlüssel zu unserem Glück sein! Gregor Hasler, Professor für Molekulare Psychiatrie, glaubt, dass psychische Probleme auch mit der Zusammensetzung des Darmmikrobioms einhergehen. Ein Ungleichgewicht im Darm-Hirn-Link kann zu Krankheiten beitragen: Übergewicht, Diabetes, Herzkrankheiten, Essstörungen, Depression, Autismus, posttraumatische Belastungsstörung, Schizophrenie und Demenz. Auch wenn es keine allgemeine Methode gibt und wir alle unsere individuellen Lösungen finden müssen: Unsere Gesundheit liegt viel mehr in unseren Händen und erstaunlicherweise tatsächlich in unserem Darm, als wir es uns je vorgestellt haben. – “Die Darm-Hirn-Connection” (SCHATTAUER)

 

Florian Wagner ist seit fünf Jahren Frugalist: Sein Ziel ist, mit 40 Jahren finanziell unabhängig zu sein. Dafür legt er möglichst viel seines Einkommens zurück und investiert es langfristig. In “Rente mit 40” (ECON) erklärt er, wie er seine Lebensqualität durch bewussten Konsum steigert, wie er seine Ausgaben effektiv kontrolliert und was die wachsende Community der Frugalisten antreibt. Er verrät, wie man seine Sparquote erhöht, Finanzfehler vermeidet und wie man sein Geld geschickt anlegt.

 

Selbstkritik macht stark. Sie sorgt dafür, dass wir dazulernen, dass wir uns verändern und uns nicht verrennen. Selbstkritik erdet uns, sorgt für Bodenhaftung und Bescheidenheit. Wer bereit ist, sich in Frage zu stellen und Fehler anzuerkennen, der wirkt überzeugender und ist vertrauenswürdiger – gerade denen gegenüber, die nicht die gleiche Position haben. Selbstkritik kann Brücken bauen. Rechthaberei kann das nicht. Erfahre in “Selbstkritik macht stark” von Matthias Nölke (C.H. BECK), wie Selbstkritik Dir helfen kann, Deine Ziele zu erreichen. Was Selbstkritik von Selbstoptimierung unterscheidet und wieso es gerade die selbstkritischen Menschen sind, auf die es in Zukunft besonders ankommt.

 

Irgendwann sind sie weg, die rosaroten Wattewolken. Und nicht nur das: Das einst so wundervolle Miteinander ist in Schräglage geraten, Streit oder nagende Unzufriedenheit sind an der Tagesordnung. Was tun? Die Beziehung beenden, so weh es auch tut? Oder ihr noch eine Chance geben und an ihr arbeiten? Die weltbekannte Sexual- und Paartherapeutin Dr. Ruth Westheimer widmet sich in “Bleib ich oder geh ich jetzt?” (KÖSEL)  einer der schmerzhaftesten Fragen in Sachen Partnerschaft: Bleiben oder gehen? Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung beleuchtet sie alle wichtigen Beziehungsaspekte, gibt praktische Entscheidungshilfen und führt die Leser mit Humor und Weisheit zu ihrer eigenen stimmigen Antwort.

 

Mit “Was ich dich noch fragen wollte” von Jo Eckardt (KÖSEL) machen erwachsene Kinder ihren betagten Eltern eine Freude, denn sie schenken ihnen Zeit: Gemeinsam wird ein Erinnerungsalbum gestaltet. Das Album begleitet die Eltern, regt zum Nachdenken und zum Austausch an, ruft schöne Momente in Erinnerung und vermittelt, wie wichtig sie mit ihrem Lebensweg als Vorbild für die nachfolgende Generation sind.

 

Eine freundschaftliche Begegnung der Kulturen, der Religionen, der unterschiedlichen Denkweisen: In Dharamsala trafen sich der Religionswissenschaftler Michael von Brück und der Dalai Lama, um sich über das Leben und die Zukunft des Menschen auszutauschen. Die Überschrift ihrer Gespräche lautet “Wagnis und Verzicht” (KÖSEL). Es ging um persönliche Erfahrungen, Misserfolge, Hoffnungen, Ängste der beiden langjährigen Freunde. “Wagnis” beinhaltet Mut, Abenteuer, Fortschritt ohne Angst vor dem eigenen Leben. “Verzicht” enthält Zurückhaltung, Illusionen verlassen, bescheiden sein, sich selbst zurücknehmen, realistisch sein angesichts der Misserfolge, die man gehabt hat. Dieses persönliche Gespräch soll den Menschen Hoffnung bringen, die sie aufgrund persönlicher Fehlschläge aufgegeben haben.

 

Luisa Neubauer war Mitbegründerin der deutschen Schulstreiks Fridays for Future. Sie saß auf Bühnen, Podien und in Talkshows. Sie hat mit Politikern und Wirtschaftsvertretern gestritten. Sich mit Forschern und Journalisten ausgetauscht. Und eines ist unbestritten: Es gibt keinen Planeten B. Jeder muss sich informieren und organisieren, um die Zukunft zu retten. In “Vom Ende der Klimakrise” (TROPEN) zeigen sie und Alexander Repenning Lösungsansätze auf, die bereitliegen und endlich in die Tat umgesetzt werden müssen. Sie zeigen aber auch, mit welcher Haltung wir dieser Ausnahmesituation begegnen können: unerschrocken, aber besonnen. Und unnachgiebig gegenüber denen, die über unsere Zukunft entscheiden. Denn die letzte Chance auf ein gutes Ende der Klimakrise ist jetzt!

 

Nach einem gemeinsamen Ausflug an die Isar fassen vier Frauen und vier Männer den Entschluss, die deutsche Gegenwartskultur auf den Prüfstand zu stellen. Sie sind Experten für Mode, Literatur und Kunst, für Theater, Essen und Musik, für die Politik, für Film und Fernsehen. Sie sind die unabhängigen Geister, die so dringend gebraucht werden – und so selten geachtet. Herausgekommen ist eine genauso unterhaltsame wie kontroverse Gegenwartsdiagnose. Acht Nadelstiche gegen den deutschen Stumpfsinn, acht kritische Perspektiven auf ein Land an der Schwelle zu den neuen Zwanzigern: Kein schöner Land” (C.H.BECK) ist ein Bootcamp gegen die geistige Trägheit – und ein Ausbruch aus der deutschen Bequemlichkeit.

 

Die politischen Auseinandersetzungen um Klimawandel, Artensterben, Ernährung, ja unsere ganze Lebens- und Produktionsweise werden härter. Die Ökologie wird zum zentralen Aggregatzustand der Politik. Im nicht enden wollenden Sommer 2018 ist den Menschen die schwache ökologische Bilanz der letzten Jahre ins Bewusstsein getreten. Kein Wunder, dass der Streit nun ins politische Zentrum rückt und alle anderen Themen neu beleuchtet – von der sozialen Gerechtigkeit bis zur Demokratie und den Menschenrechten. Bernd Ulrich zeigt in “Alles wird anders” (KIWI), wie es gelingen kann, diese Blockade zu überwinden und neue Freiheiten und neue Zuversicht zu gewinnen.

 

Marode Brücken, fehlender Digitalausbau, Verkehrskollaps – und die Politik berauscht sich an der schwarzen Null. Unterdessen hetzen nationalistische Demagogen Bürger auf und vergrößern die Gräben. Rechts gegen Links, Ost gegen West, Stadt gegen Land. Die Probleme sind zahlreich, Taten folgen kaum. Ulrich Wickert zeigt in “Identifiziert Euch” (PIPER): Um wieder handlungsfähig zu werden, müssen wir uns mehr mit den Werten identifizieren, die uns ausmachen. Er zeigt, was Bürger unterschiedlichster Herkunft als Deutsche eint. Denn in Zeiten undemokratischer Entwicklungen muss sich jeder verantwortlich fühlen für den Zustand unseres Landes.

 

Die aktuelle Weltlage ist gefährlicher denn je. Weil sich Strategien und Formen der Kriegsführung aufgrund der Digitalisierung radikal ändern, nehmen die Spannungen zwischen den Supermächten zu. Die renommierte KI-Expertin Yvonne Hofstetter legt in “Der unischtbare Krieg” (DROEMER) offen, wie die Digitalisierung einst stabile Machtverhältnisse untergräbt, die Angst vor einem neuen Wettrüsten schürt und das Weltgeschehen unberechenbar macht.

 

Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In seiner neuen Gesellschaftstheorie dreht der Soziologe Armin Nassehi den Spieß um und zeigt jenseits von Panik und Verharmlosung, dass die Digitalisierung nur eine besonders ausgefeilte technische Lösung für ein Problem ist, das sich in modernen Gesellschaften seit jeher stellt. In “Muster” (C.H. BECK) zeigt Armin Nassehi, dass bestimmte gesellschaftliche Regelmäßigkeiten, Strukturen und Muster das Material bilden, aus dem die Digitalisierung erst ihr ökonomisches, politisches und wissenschaftliches Kontroll- und Steuerungspotential schöpft. Infolge der Digitalisierung wird die Gesellschaft heute also regelrecht neu entdeckt.

 

Elizabeth Holmes, die Gründerin von Theranos, galt lange als der weibliche Steve Jobs. Das 19-jährige Wunderkind versprach, die Medizin zu revolutionieren. Ein einziger Tropfen Blut sollte reichen, um Blutbilder zu erstellen und Therapien zu steuern: eine Riesenhoffnung für Millionen Menschen und ein extrem lukratives Geschäft. Namhafte Investoren steckten Unsummen in das junge Unternehmen. Es gab nur ein Problem: Die Technologie hat nie funktioniert. Pulitzer-Preisträger John Carreyrou kommt in “Bad Blood” (DVA) diesem gigantischen Betrug auf die Spur und erzählt die packende Geschichte seiner Enthüllung.

 

Im Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten beleuchtet Tina Soliman in “Ghosting” (KLETT-COTTA) erstmals, welche ungeahnten Ausmaße das Ghosting heute schon angenommen hat. Warum breitet es sich weltweit und auch in Deutschland so rasant aus? Die Expertin zum Thema “Kontaktabbruch” lässt Ghosting-Betroffene und “Ghosts” zu Wort kommen und zeigt, wie zwischenmenschliche Beziehungen durch Ghosting gefährdet oder zerstört werden.

 

Das Smartphone hat das Leben von vier Milliarden Menschen auf dieser Erde in den letzten zehn Jahren massiv verändert. Viele sehen die positiven Seiten, wenige machen sich Gedanken um die negativen Auswirkungen für unser Denken, Fühlen und Handeln, unsere Gesundheit und unsere Gesellschaft. Manfred Spitzer möchte in “Die Smartphone-Epidemie” (KLETT-COTTA)  dem Hype durch erklärende Fakten begegnen.

 

 

Immer wieder bricht Gewalt aus und gerät außer Kontrolle. Wir versuchen menschliche Gewalt zu erklären, weil wir sie verhindern wollen. Trotzdem nimmt die Gewalt immer neue Gestalten und Formen an. Dies geschieht umso mehr, als die digitalisierte Globalisierung sich verdichtet, die virtuelle Realität sich ausbreitet und die künstliche Intelligenz sich verselbstständigt. Daniel-Pascal Zorn wagt es in “Das Geheimnis der Gewalt” (KLETT-COTTA), die rätselhaften Strukturen, Facetten und Gesichter der Gewalt und ihr Geheimnis auszuloten.

 

Frauen sind Kümmerer anderer Belange: in Beziehungen, im Job, im Haushalt, als Mütter, als Töchter. Diese vorausgesetzte und zeitintensive emotionale Arbeit frustriert – und Frauen sind ausgebrannt und überfordert. Das muss sich ändern, denn die Organisation des gemeinsamen Lebens ist Sache beider Partner! In “Es reicht” (GOLDMANN) beleuchtet die Journalistin Gemma Hartley, wie die von Frauen geleistete „emotional labour“ Ungleichheit begünstigt, die Entwicklungschancen von Frauen beschneidet, uns allen Zeit stielt und unsere Lebensqualität nachteilig beeinflusst.

 

Stress, Krisen und Niederlagen gehören zu jedem Leben dazu. Nicht wenige Menschen haben mit traumatischen Erfahrungen zu kämpfen. Die geheimnisvolle Kraft, die uns hilft, solche Ereignisse zu bewältigen, heißt “Resilienz”. Die psychische Widerstandskraft ist eine Verbindung von Veranlagung, Prägung und Erfahrung und kann sich, wie Rebecca Böhme in “Resilienz” (C.H. BECK) zeigt, im Laufe des Lebens wandeln: durch Übung, Re-Evaluation und nicht zuletzt durch ein vertrauensvolles soziales Miteinander.

 

In “Jetzt!” (KIWI) geht es um Opposition, Protest und Widerstand. Es soll nahebringen, dass die Freiheitsverluste in anderen Ländern auch unsere Freiheiten zerstören. Und dass eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland nicht ausgeschlossen ist, vielleicht schon begonnen hat. Der Aufstieg der Autokraten ist aufhaltsam. Claus Leggewie zeigt, wie sich Protest, Opposition und Widerstand in Parlamenten, auf den Straßen, in Kommunen, in Religion, in Gewerkschaft, in Wissenschaft, in Medien und Künsten regt.

 

Menschen und Hecken pflegen seit Jahrtausenden eine Beziehung der besonderen Art. Holunder, Schlehe, Weißdorn waren nicht nur Feldgrenzen. Sie hatten im Volksglauben eine wichtige Schutzfunktion, inspirierten zu Mythen und Legenden, spendeten Früchte und Blätter für Nahrung und Medizin. Rudi Beiser beleuchtet in “Geheimnisse der Hecken” (ULMER) Volksglauben, traditionelle und moderne Naturheilkunde, die ökologische Bedeutung und Tipps für Sträucher im eigenen Garten.

 

Hast du das Gefühl, die Welt sei aus den Fugen geraten? Du bist nicht allein – die meisten Menschen haben in den letzten Jahren einen Realitätsschock erlitten: Unser Bild der Welt hat sich oft als kollektive Illusion entpuppt. Sascha Lobo erklärt in “Realitätsschock” (KIWI), warum die Welt plötzlich aus den Fugen geraten zu sein scheint. In seiner großen Analyse untersucht er, woher diese drastischen Veränderungen kommen und was wir daraus lernen können und müssen.

 

Das Thema Abschied begleitet uns ein Leben lang. Für Christine Westermann war es wie für viele Menschen angstbesetzt. Erst jetzt, in einem Alter, in dem das Abschiednehmen zu einer häufig geübten Praxis wird, gelingt ihr ein zugewandter Blick darauf. Mit unnachahmlichem Charme und Witz erzählt sie, wie es dazu gekommen ist. In “Manchmal ist es federleicht” (KIWI)  erzählt sie von großen und kleinen Verlusten.

 

 

Jonathan Safran Foer nimmt sich in “Wir sind das Klima” (KIWI) dem wichtigesten Thema unserer Zeit an: Wir können die Welt nicht retten, ohne einem der größten CO2- und Methangas-Produzenten zu Leibe zu rücken, der Massentierhaltung. Foer zeigt einen Lösungsansatz auf, der niemandem viel abverlangt, aber extrem wirkungsvoll ist: tierische Produkte nur einmal täglich zur Hauptmahlzeit. Foer nähert sich diesem wichtigen Thema eloquent, überzeugend, sehr persönlich, mit wachem Blick und großem Herz. Und das Beste: Seinen Lösungsansatz kannst du sogleich in die Tat umsetzen.

 

Peter Hundert durfte über ein Jahr lang Künstler, Techniker und Besucher der Elbphilharmonie begleiten. Seine Bilder und O-Töne aus über hundert Shows, Proben und Soundchecks sind Zeugnisse unverstellter Emotionen, intimer Momente höchster Konzentration, tiefer Kontemplation, purer Freude und zugleich ein exklusiver Blick hinter die Kulissen. “Backstage Elbphilharmonie” (KOEHLER) ist ein begeisternder Blick auf die Menschen, die dieses außergewöhnliche Konzerthaus mit Leben füllen.

 

Die Zeit durchtaktet unser Leben – und gleichzeitig entzieht sie sich jeder Kontrolle: Während ein schöner Urlaub wie im Flug vergeht, können sich Sekunden endlos dehnen, wenn wir unser Leben in Gefahr sehen. Claudia Hammond nähert sich in “Tick Tack” (KLETT-COTTA) dem Zeit-Paradox, dem wir alle unterliegen, auf amüsante und ernsthafte Weise. Dieses Wissen können wir uns in unserem Lebensalltag zunutze machen: Die Zeit kann unser Freund werden. Der Trick besteht darin, sie an die Leine zu nehmen.

 

Achtung! “Herrengedeck” (KIWI) ist unter Alkoholeinfluss entstanden. Das ist ausnahmsweise mal gut so, denn sonst hätten Laura Larsson und Ariana Baborie sich nie darauf eingelassen, diese Peinlichkeiten aufzuschreiben. Aber wer öffentlich Katzen hasst, nie ohne Badeanzug aus dem Haus geht, Gisela oder Apfelstrudel trinkt und Angst vor Duschkabinen in Hotels hat, der darf sich auch ruhig mal ein Herrengedeck genehmigen. Dieses Buch fängt da an, wo andere sich unangenehm berührt zurückziehen. Prost!

 

Alle reden von Bildung. Während aber „Bildung“ als Schlagwort in unserer Gesellschaft omnipräsent geworden ist, ist der Gebildete, ja jeder ernsthafte Bildungsanspruch zur Provokation geworden. Die Gründe dafür nennt Konrad Paul Liessmann in “Bildung als Provokation” (PIPER). Dafür begibt er sich sowohl in die Niederungen der Parteienlandschaft als auch in die Untiefen der sozialen Netzwerke, er denkt über den moralischen Diskurs des Zeitgeists nach und darüber, warum es so unangenehm ist, gebildeten Menschen zu begegnen.

 

Mit der Unterstützung zahlreicher Wissenschaftler hat Esther Gonstalla in “Das Klima-Buch” (OEKOM) die komplexen Zusammenhänge und wissenschaftlichen Daten zur globalen Erwärmung zu leicht verständlichen Infografiken verarbeitet – für alle, die nicht nur begreifen, sondern auch handeln wollen.

 

 

Etwa 20 % aller Menschen nehmen wesentlich intensiver wahr als andere. Die besondere Gabe der Hochsensibilität wird jedoch von vielen Betroffenen als Belastung empfunden. Auch das Umfeld reagiert oft mit Unverständnis. In “Wenn die Haut zu dünn ist” (KÖSEL) hilft Rolf Sellin Hochsensiblen endlich zu verstehen, warum sie “anders” sind. Er verrät, wie sie mit Stolpersteinen im Privaten wie im Beruf umgehen und das eigene Potenzial nutzen. Mit ausführlichem Selbst-Test.

 

Jeder Mensch besitzt die “Gnadengabe” (griech. »Charisma«) seiner unverwechselbaren, einmaligen Persönlichkeit. Allerdings ist es oft geradezu verschüttet, etwa durch Erziehung, Anpassung oder mangelndes Selbstvertrauen. Es ist jedoch möglich, das individuelle Potenzial bewusst zu entfalten, um das eigene Licht leuchten zu lassen, Halt in sich selbst zu finden und den Herausforderungen des Lebens besser begegnen zu können. Wie? Das zeigt Eva Wlodarek in “Jeder Mensch hat Charisma” (KÖSEL).

 

Viele Frauen stehen heute finanziell auf eigenen Füßen. Aber es gibt immer noch die, die sich auf einen “Versorger” verlassen und darauf vertrauen, dass die große Liebe schon hält. Doch nach einer Trennung verlieren häufig gerade Frauen, die ihren Beruf für die Familie aufgegeben haben, ihre finanzielle Basis. Auf lange Sicht droht ihnen sogar Altersarmut. Helma Sick und Renate Schmidt rufen in “Ein Mann ist keine Altersvorsorge” (KÖSEL) die Frauen dazu auf, die Notwendigkeit ihrer finanziellen Unabhängigkeit zu erkennen und entsprechend zu handeln.

 

Unsere Vorstellungen von der Zeit haben sich immer wieder verändert. In den letzten 500 Jahren richtete sich das gesamte Leben nach ihrem Takt. So gewann die Uhr Macht in unserer Gesellschaft – und ist für die vielen Zeitprobleme verantwortlich, die sie einst abzuschaffen versprach. Heute sind wir zugleich Zeugen, Täter und Opfer dieses Prozesses. Karlheinz A. Geißler schreibt in “Die Uhr kann gehen” (HIRZEL) über die tiefgreifende Verschiebung im Umgang mit Zeit und verabschiedet die Uhren in ihren Ruhestand.

 

Steigender Meeresspiegel, havarierende Ölplattformen, wachsende Müllstrudel und Überfischung: Die Ozeane sind in Gefahr. Um das sensible Ökosystem schützen zu können, ist es wichtig, die Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und den Veränderungen der Meere besser zu verstehen. “Das Ozeanbuch” (OEKOM) erklärt die Bedrohung dieses faszinierenden Lebensraums.

 

Die Gynäkologin, Dr. med. Sheila de Liz, klärt in “Unverschämt” auf: alles, was Frauen über ihren Körper wissen sollten. Etwa: Wie oft sollte ich meine Brust untersuchen? Woher können Schmerzen beim Sex rühren? Was bedeutet ein Myom in der Gebärmutter? Welches Verhütungsmittel ist wann zu empfehlen? Was hat es mit dem G-Punkt auf sich? Oder: Was, wenn die Lust nachlässt? Die meisten Frauen kennen ihren eigenen Körper leider viel zu wenig, dabei sind die Basics der Gynäkologie auch nicht ­komplizierter als eine Netflix-Serie.

 

Warum sind die ersten Lebensjahre so entscheidend für die Entwicklung unseres Gehirns? Warum fällt es manchen Menschen im späteren Leben schwer, Stress zu bewältigen und die Impulse im Griff zu halten? In “Risiko Kindheit” (Klett-Cotta) erklärt Nicole Strüber, wie Risikokindheiten unsere Persönlichkeit und Psyche beeinflussen, wie man diese Risiken vermeiden und die entstandenen Defizite im Erwachsenenleben beheben kann.

 

 

Der technologische Fortschritt hat das Gehirn ins Visier genommen. Doch mit dem Fortschritt wachsen die Erwartungen an unser Gehirn – und Anforderungen. Wir sind dabei, eine gefährliche Grenze zu überschreiten: Unser Denken wird berechenbar, wir werden optimierbar. Miriam Meckel fordert in “Mein Kof gehört mir” (PIPER): Wir müssen die Autonomie über unseren Kopf behalten – als Kreativraum, Privatsphäre des Denkens und Refugium des Bewusstseins.

 

Maren Gilzer und Clemens Trischler haben durch eigene Erlebnisse und Beobachtung der Promi-Welt mit “Alles für den Ruhm” (GOLEDEGG) einen Ratgeber entwickelt, der als Wegweiser helfen soll, prominent zu werden und vielleicht sogar eine Karriere über den berühmten Roten Teppich hinaus zu starten. Sie sprechen über ihre Erfahrungen, zeigen Licht- und auch Schattenseiten eines Lebens als Prominente und geben Tipps und Tricks, sich so zu präsentieren, dass das Projekt VIP aufgeht.

 

Regine und Anton haben ihre Jobs gekündigt, ihre Wohnung verkauft und sind in die Bretagne gezogen. Das Ziel: sich selbst zu versorgen, den Sinn des Lebens zu finden, im Einklang mit der Natur und Tieren zu leben. Sie erzählen von ihrem ersten Jahr in Frankreich, ihren kauzigen bretonischen Nachbarn, von ihren Hühnern und Hunden und dem Duft des Atlantiks. In “Unser Hof in der Bretagne” (ROWOHLT POLARIS) bringen sie uns humorvoll, anrührend und informativ ihr neues Leben näher.

Martina Fischer versorgt sich mit ihrem Mann aus Überzeugung selbst. Während sie Alm bewirtschaftet, Kühe melkt und zwei ungestüme Bergziegen im Zaum hält, geht ihr Mann auf die Jagd, verwurstet Wildfleisch oder bringt die Ernte im Garten ein. Birkensaft zapfen, Beeren und Kräuter sammeln, buttern und käsen, Nüsse und Holunder verarbeiten – “Auf der Alm und im Tal” (KAILASH) enthält Geschichten, Rezepte und praktische Anleitungen, die Lust machen, sich mit den Gaben der Natur selbst zu versorgen.

 

Tiere essen” (KIEPENHEUER & WITSCH) ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Als Jonathan Safran Foer Vater wurde, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen? Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, liest Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.

 

Die große Heuchelei ist ein großes Plädoyer für Humanismus, eine schonungslose Reportage über das wahre Gesicht unserer Zivilisation und ein Frontbericht aus den Krisengebieten der Welt – das wichtigste Buch von Bestsellerautor Jürgen Todenhöfer. Sein Fazit: Der Westen muss andere Völker und Kulturen so behandeln, wie er selbst behandelt werden will. Nur dann hat er eine Zukunft.

 

Die deutsche Wirtschaft wächst, die Welt bewundert Deutschland für seine Kraft, Stabilität und Weltoffenheit. Zugleich schrumpft die Mittelschicht, der Reichtum ist ungleicher verteilt. Ein großer Teil der Deutschen steht unter Druck. Die Journalistin Jana Simon zeichnet in “Unter Druck” (S. Fischer) ein differenziertes Bild Deutschlands, das die politische, soziale und wirtschaftliche Wucht der Veränderungen eindrücklich wiedergibt.

 

Der erfolgreiche Unternehmer Jesse Itzler stellte sich einen Monat lang sich einem erbarmungslosen Fitnesstraining mit David Goggins – Navy SEAL und härtester Athlet auf dem Planeten! Itzlers Buch wurde in Amerika prompt zum Bestseller! “Leben mit einem Navy Seal” (UNIMEDICA) zeigt, wie großartig es sich anfühlt, die eigene Komfortzone zu verlassen und über sein Limit hinauszugehen – witzig, schnörkellos und unverstellt!

 

In “Warum wir weiter kämpfen müssen” (PANTHEON) wirft Jean Ziegler einen persönlichen Blick auf die Kämpfe, die er zeit seines Lebens ausgetragen hat. Er berichtet von seiner stets vehementen Kritik an den Machenschaften des globalisierten Finanzkapitals und an den imperialen Strategien der Großmächte und erzählt von seinem Engagement für die Wahrung der Menschenrechte. Den Siegen im Kleinen stehen immer wieder Niederlagen im Großen gegenüber – für Jean Ziegler kein Grund zur Resignation.

 

Für Körper und Wohlbefinden ist Salz elementar. Die richtige Dosis hat Einfluss auf unser Glücksempfinden und entscheidet darüber, ob Salz zum Risikofaktor oder zum Heilmittel wird. Die Ökotrophologin Anja Tanas stützt sich in “Alles über Salz” (BELTZ) auf die wichtigsten, teils kontroversen Studienerkenntnisse. Sie beschreibt, wir je nach Lebenslage und Veranlagung verschiedene Mengen Salz benötigen, und klärt auf, wie überhöhte Salzmengen unsere Essgewohnheiten negativ beeinflusst.

 

Dieser ehrliche Ratgeber zum Thema Pflege im Alter (12 Wege zu guter Pflege“, BELTZ) hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Raimund Schmid hat sich 12 verschiedene Pflegemodelle in der Praxis angeschaut. Er schildert seine Besuche und Beobachtungen, hat mit alten Menschen, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal gesprochen. Jede Form hat Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Ein praktischer Informationsteil hilft dabei gerade Angehörigen, die erforderlichen Schritte konkret umzusetzen.

 

 

Kaufen” (CALLWEY) präsentiert ein ganzes Jahrhundert deutscher Einkaufskultur. In Konsum und Handel spiegeln sich nicht nur die wechselnden politischen und sozialen Wirklichkeiten bunt und vielgestaltig wider, sondern auch technologische und kulturelle Entwicklungen. Eine kluge wie unterhaltsame Zeitreise.

 

Zehntausende Amerikaner sind unterwegs. Sie leben in Wohnmobilen oder Autos, übernachten auf Parkplätzen, neben Highways, in der Wüste. Sie sind Tagelöhner. Und: Sie sind alt. Die Finanzkrise der Zehnerjahre hat ihren American Dream zerstört. Jessica Bruder hat sich diesen “Nomaden der Arbeit” (BLESSING) angeschlossen und ist diesem Treck durch ganz Amerika gefolgt.

 

Der “heilige Traum” ist eine kraftvolle Vision, die das Potenzial hat, den Menschen zu seinem wahren Lebenssinn zu führen. Wie wir diesen Traum lebendig werden und uns von ihm leiten lassen, zeigt der weltberühmte Schamanismus-Experte Alberto Villoldo in “Schamanische Schöpferkraft” (ANSATA).

 

Anke Evertz steht vor ihrem Kamin plötzlich in Flammen. Mit schwersten Verbrennungen wird sie in die Klinik eingeliefert. Neun Tage liegt sie im Koma, alle rechnen mit dem Schlimmsten. Was sie nicht ahnen: Anke Evertz befindet sich auf der wundersamsten Reise ihres Lebens. “Neun Tage Unendlichkeit” (ANSATA) ist das Portrait eines unfassbaren Abenteuers zwischen Leben und Tod.

 

Besondere Momente des Lebens festhalten! Jeden Tag wird ein kurzer Satz in das Tagebuch eingetragen – und das über 5 Jahre hinweg! Ergänzt mit inspirierenden Zitaten ist das “Fünf Jahre-Tagebuch” (EMF) der ideale Begleiter und ein schönes Erinnerungsstück.

 

 

Wir sind abhängig vom Internet. Doch das System ist verwundbar. Deutschland mit seiner stark vernetzten Industrie, Gesellschaft und Infrastruktur hat die Gefahr aus dem Netz lange ignoriert. In ihrem aufrüttelnden Buch “Cyberwar – Die Gefahr aus dem Netz” (C.Bertelsmann) sagen die Computersicherheitsexperten Constanze Kurz und Frank Rieger, wer uns bedroht und was wir tun müssen, um unsere Daten, unser Geld und unsere Infrastruktur zu schützen.

 

Gerade im Kontakt mit den Menschen, die uns sehr vertraut, können Konflikte und Kommunikationsprobleme äußerst schmerzhaft sein. “Liebe leben – Tag für Tag” von Marshall B. Rosenberg (JUNFERMANN) zeigt, wie es möglich ist, in engen Beziehungen Tag für Tag Liebe zu geben und Liebe zu empfangen. Und wie man konfliktreiche Alltagsituationen nicht nur entschärfen, sondern sie auch zu Wachstumschancen für die Liebe machen kann.

 

Was sagt der Koran über Gott, die Engel, Mohammed und Jesus? Welche Vorstellung von der Schöpfung und der Natur vermittelt er? Wie soll der Fromme leben? Und was sind die einschlägigen Verse zum Geschlechterverhältnis, zum Kopftuch oder zum Heiligen Krieg? “Der Koran” (C.H. BECK) versammelt die wichtigsten Stellen zu neun Schlüsselthemen des Korans. Kurze Einführungen und Erläuterungen erleichtern das Verständnis.

 

Hormone machen Frauen zickig, wankelmütig, aggressiv? Nein, sie machen uns weiser! Ihr Kreislauf im weiblichen Zyklus hat sich über Jahrmillionen entwickelt, um uns optimal für die biologischen Herausforderungen in unserem Leben auszustatten. Die Sexual- und Ovulationsforscherin Dr. Martie Haselton vermittelt in “Hormonelle Intelligenz” (MOSAIK) auf unterhaltsame Art mehr Verständnis für den Körper, das Gehirn, die Beziehungen und das Verhalten von Frauen.

 

Die inspirierende Erzählung vom “Sonnenkind und Schattenkind” (KAILASH) begleitet den persönlichen Weg und die Arbeit mit dem „inneren Kind“. Dabei arbeitet Stefanie Stahl Qualitäten und Stärken von Sonnenkind und Schattenkind heraus und illustriert anhand verschiedener Lebens- und Verletzungssituationen leicht verständlich und poetisch.

 

Als außenpolitischer Berater Helmut Kohls und langjähriger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz überblickt Horst Teltschik die internationale Politik der letzten Jahrzehnte wie nur wenige andere. In “Russisches Roulette” (C.H. BECK) zeigt er, wie die Chancen von 1989/90 auf eine stabile internationale Friedensordnung verspielt wurden und warum die heutige Konfrontation zwischen NATO und Russland durch eine neue Entspannungspolitik entschärft werden muss.

 

2019: Statt 70 Jahre Frieden, Wohlstand und Sicherheit zu feiern, befindet sich die Bundesrepublik in einer Art Ausnahmezustand. Spätestens seit der Ankunft massenweise geflüchteter Migranten wird die Zerrissenheit unserer Gesellschaft deutlich sichtbar. Gültige Übereinkünfte stehen plötzlich infrage, es regieren Instinkte, Stimmungen und Emotionen. “In der Kampfzone” von Christian Schüle (PENGUIN) ist ein provozierend-anregender Aufruf zu Vernunft, Einigkeit und Recht und Freiheit.

 

Was braucht der Mensch für ein gutes Leben? Wonach sehnen wir uns von Beginn an? Nach Resonanz! “Die Resonanzstrategie” von Fritz Reheis (OEKOM) zeigt, dass die herrschende Wirtschaftsordnung mit ihrem Beschleunigungsdiktat derartige Resonanzphänomene systematisch blockiert und damit ein gutes, nachhaltiges Leben verhindert. Reheis’ Resonanzstrategie zeigt, wie die Symphonie des Lebens – vom Lärm des Geldes ständig übertönt – für uns alle wieder hörbar werden kann.

 

Der Gartenführer “Rein ins Grüne – Raus in die Stadt” (CALLWEY) erzählt die Geschichte grüner Projekte in deutschen und internationalen Städten. Er porträtiert den Garten an sich und die Köpfe und Charaktere dahinter. Das Gartenbuch der etwas anderen Art soll einen Einblick in bestehende Urban Gardening Projekte aus Deutschland und anderen Ländern geben.

 

Der Klimawandel bedroht das Erdenleben, der soziale Zusammenhalt bröckelt, und die Demokratien sind in Gefahr. Nichts zum verzweifeln, sagt Gregg Easterbrook in “Warum die Welt nicht einfach untergeht” (PIPER), denn es steht besser um sie, als wir denken. Die Menschheit findet immer wieder Antworten auf Probleme – und die meisten Entwicklungen gehen in die richtige Richtung.

 

Wer in gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch “Mörder” zeigt Strafverteidiger Veikko Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert die sechs spektakulärsten Fälle.

 

 

Der neue True-Crime-Thriller von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner und SPIEGEL-Bestseller-Autor Michael Tsokos ist der Auftakt einer neuen True-Crime-Reihe um den Rechtsmediziner Paul Herzfeld, bekannt aus “Abgeschnitten” von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos. Abgeschlagen(KNAUR) basiert auf echten Fällen und authentischen Ermittlungen.

 

Der renommierte Althistoriker Glen Bowersock verabschiedet in “Die Wiege des Islam” (C.H. BECK) das Bild von kriegerischen Muslimen aus der arabischen Wüste, die die Alte Welt erstürmen. Er zeigt, wie sehr Arabien längst Teil der antiken Welt war, und zeichnet in brillanten Nahaufnahmen ein erfrischend anderes Bild von der Geburt des Islams.

 

 

Was wissen wir zuverlässig über Jesus? Dass er gelebt hat und um das Jahr 30 gekreuzigt wurde, gilt als Minimalkonsens. Der Historiker Johannes Fried geht in “Kein Tod auf Golgatha” (C.H. BECK) einen Schritt weiter: Medizinische Erkenntnisse legen nahe, dass Jesus die Kreuzigung überlebt hat. Von hier aus begibt sich Fried auf eine spannende Suche nach dem überlebenden Jesus.

 

 

Freue Dich auf eine ungewöhnliche Reise zu seltsamen Stätten der Liebe, zu uralten Bibliotheken, zu goldenen Pferdeställen, Grabmälern mythischer Herrscher, zum Mittelpunkt der Welt und sogar auf einen Abstecher in die Unterwelt. Zu diesen und anderen Orten begleitet uns Martin Zimmermann, einer der besten Kenner des Altertums, in seinem ebenso klugen wie unterhaltsamen Buch “Die seltsamsten Orte der Antike” (C.H. BECK).

 

 

Über 30 Millionen Haustiere werden in Deutschland gehalten. Sie werden von ihren Besitzern geliebt und verwöhnt. Doch jährlich kommen tausende Haustiere auf mysteriöse Weise zu Tode. Keiner kennt diese dunkle Seite besser als Prof. Achim Gruber. Seine bewegenden Geschichten in “Das Kuscheltierdrama” (DROEMER) zeigen, wie es wirklich um die Beziehung der Deutschen zu ihren Haustieren steht.

 

Chemie ist alles. Was wir tun, was uns umgibt, was wir fühlen – alles hat mit Chemie zu tun. Die junge Wissenschaftlerin und Journalistin Mai Thi Nguyen-Kim tritt in ihrem spannenden Buch “Komisch, alles chemisch!” (DROEMER) den munteren Beweis an und zerlegt Alltagsphänomene in ihre chemischen Elemente. Witzig und originell erklärt sie, welche chemischen Reaktionen in und um uns herum insgeheim ablaufen, und macht vor allem eins: Lust auf Chemie.

 

Im Internet sehen immer alle gut aus, sind glücklich und haben weder Poren noch Probleme. Oder sie vertreten antiquierte Rollenbilder und pöbeln gegen Schwächere. Mirella vom Kanal Mirellativegal hat keine Lust mehr darauf, von überall eingeredet zu bekommen, wie sie zu sein und was sie zu lassen hat -und bringt dies in “Kann man mal machen” (Community Editions) wunderbar zum Ausdruck.

 

Was ist die “Seele”? Einfach nur ein altertümliches Wort für unser Gehirn oder doch mehr – so etwas wie das Wesen des Menschen? Und was geschieht, wenn die Seele aus dem Gleichgewicht gerät? Wie entstehen seelische Krankheiten und wie werden sie behandelt? Diese und viele andere Fragen werden in “Das kleine Buch von der Seele” von Achim Haug (C.H. Beck) beantwortet. Auf unterhaltsame Weise nähert es sich unserem verborgensten Organ und bietet einen Einblick in die Psychiatrie und Psychotherapie.

 

Maler, Architekt, Forscher, Erfinder, Literat und Gelehrter: Niemand hat das Ideal der Renaissance vom universalen Menschen, glänzender verkörpert als Leonardo da Vinci. In seiner mitreißend geschriebenen Biographie “Leonardo. Der Mann, der alles wissen wollte” (C.H. Beck) folgt Bernd Roeck Leonardo durch das Italien der Renaissance und durch den geistigen Kosmos dieser Epoche, dessen Grenzen er immer wieder durchbrach.

 

 

Listen machen das Leben einfach schöner! Denn sie halten wichtige, lustige und erinnerungswürdige Gedanken fest, die man sonst vergisst. Die Lieblingsfilme, sämtliche „Guilty Pleasures“, Floskeln, die man zu oft benutzt, oder die berühmt berüchtigte Bucket-List – in “Leben.Lieben. Listen” (EMF) können alle Punkte festgehalten werden. Erinnerungen, Zukunftspläne und geheime Wünsche werden schnell und einfach verewigt.

 

Christian Koch und Axel Krohn haben sich in “HÄ?” (GOLDMANN) auf eine abenteuerliche Reise durch die menschliche Kommunikation gemacht und sind dabei auf kuriose Sprachpannen und verdrehte Übersetzungen, unübersetzbare Wörter und skurrile Sprichwörter gestoßen. Herausgekommen ist ein kurioser Wegweiser durch den Sprachendschungel, der mal verblüffend, mal erhellend und vor allem saukomisch ist.

 

Plattformen wie YouTube, Facebook oder Amazon sind die neuen sozialen Magneten – Clanbildner einer sich anbahnenden globalen digitalen Stammesgesellschaft. Während die herkömmlichen sozialen Bindungskräfte von Familien, Institutionen, Parteien, Verbänden und Staaten zunehmend schwinden, entstehen um digitale Plattformen wimmelnde Kollektive. Christoph Türcke zeigt in “Digitale Gefolgschaft” (C.H. BECK), wohin die Dynamik der Digitalisierung führt.

 

Wiederholt sich Geschichte? Aktuell verdichten sich die Anzeichen, dass wiederkehrt, was als überwunden galt: geschlossene, illiberale Gesellschaften, die sich vor allem über Ausgrenzung definieren. In “Die offene Gesellschaft” (OEKOM) erdenkt Stefan Brunnhuber ein Konzept für die Moderne und plädiert für eine “Ordnung der Freiheit” als Voraussetzung dafür, auch morgen noch das Leben führen zu können, das eine große Mehrheit befürwortet.

 

 

Keine Institution wurde in Deutschland so oft totgesagt wie das Parlament. Ist parlamentarische Politik nur noch dazu da, Entscheidungen der Bundesregierung nachträglich zu legalisieren? Der Jurist Florian Meinel analysiert messerscharf, wie das deutsche Regierungssystem wurde, was es ist, und welche Stürme es heute überstehen muss. “Vertrauensfrage” (C.H. BECK) ist ein Plädoyer für Parlamentarismus und zugleich eine Verlustbilanz der Großen Koalition.

 

In “Leseparadiese” (SANSSOUCI) erzählt Rainer Moritz von Buchhandlungen “mit dem gewissen Etwas”, die nicht durch diffuse Breite, sondern durch leuchtende Tiefe, erklärte Präferenz, sichtbare Empfehlung überzeugen. Buchhandlungen, die Persönlichkeit zeigen, einen unverwechselbaren Charakter: Sie verkaufen Bücher, die irgendwem am Herzen liegen, sie handeln mit Geschichten, mit Empörungen, mit Träumen, mit Sehnsüchten.

 

 

Marktwirtschaft beinhaltet eine attraktive soziale Utopie: eine gerechte Wirtschaftsordnung, in der Kooperation ohne zentrale Steuerung möglich ist. In der Realität des Kapitalismus wird die Leistungsgerechtigkeit jedoch zugunsten weniger Privilegierter verzerrt, der Wachstumszwang ist ökologisch verheerend. “Marktwirtschaft reparieren” von Oliver Richters und Andreas Siemoneit (OEKOM) benennt die Schwächen des Kapitalismus und entwickelt daraus Lösungen für eine gerechte und nachhaltige Marktwirtschaft.

 

Auch wenn es erst einmal nicht so klingt, aber “Mama ist tot. Und jetzt?” von Anna Funck (HERDER) tröstet, hilft, heilt vielleicht ein bisschen und gibt auch noch fürchterlich pragmatische Tipps, die jeder braucht. Ein Buch für Menschen, die leider nicht spirituell sind, kein Yoga machen und keinen Bock auf Gott haben, die aber wissen: Da ist noch etwas anderes. Und für alle, die sich davor fürchten, wenn einer der wichtigsten Menschen in ihrem Leben für immer geht. Denn wer kann schon mit dem Tod?

 

 

Sex ist etwas zutiefst Intimes und Erfüllendes und geht weit über die körperliche Berührung hinaus. “Sex. Die Kunst zu berühren” von Verena Halvax (GOLDEGG) bietet anhand von sechs Kernthemen sinnliche Anregungen für erfüllende Sexualität und den liebevollen Umgang mit sich selbst und vermittelt so ein tiefes Verständnis für die Kunst zu berühren.

 

 

Frühling, Sommer und Herbst ähneln einander. Nur der Winter steht für sich. Die Welt gerät in einen anderen Aggregatzustand: Wasser gefriert. Die Landschaft wird erst kahl, dann weiß. Was macht das mit den Menschen?
Barbara Schaefer versucht in “Winter. Eine Liebserklärung” (EDEL) zu ergründen, was das ist: Winter. Und warum der so viel Freude bringen kann. In den Bergen, am Meer, in der Stadt.

 

Selbstverbrennung” (C. BERTELSMANN) ist ein alarmierender Report über die selbstzerstörerischen Folgen einer ungebremsten Erderwärmung. “Um jedes Zehntelgrad zu kämpfen” lohne sich, davon ist der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber überzeugt. Er fasst das aktuelle Wissen in aller Schärfe zusammen.

 

China hat sich in wenigen Jahrzehnten zur Hightech-Nation gewandelt. Oft heißt es, die Technologie sei nur importiert und die sozialen und ökologischen Probleme seien übermächtig. Doch das ist eine gefährliche Täuschung, wie Theo Sommer in “China First” (C.H. BECK) eindrucksvoll zeigt. Wer sein luzides Buch voller überraschender Fakten und Zusammenhänge gelesen hat, wird China und den Westen mit anderen Augen sehen.

 

Immer mehr Menschen machen sich auf die Suche nach einer vielgestaltigen Welt ohne fertige Lösungen, aber mit gemeinsamen Werten und einer geteilten Vision von nachhaltiger Zukunft. Ulrich Grober hat sich mit ihnen auf den Weg gemacht. Er wandert durch den Schwarzwald, entwirft einen Abgesang auf die Autostadt, meditiert im Predigerkloster zu Erfurt. “Der leise Atem der Zukunft” (OEKOM) erzählt vom Hunger nach Entschleunigung,  Gelassenheit und Empathie, nach Einfachheit und – Sinn.

 

Je mehr wir versuchen, Grenzen zu überwinden und aufzulösen, desto stärker kehren sie zurück: sei es in Form von “Grenzwerten” oder von “Obergrenzen” des vermeintlich Zumutbaren. An den Grenzen scheiden sich die Geister. Entgrenzung und neue Grenzsetzungen überlagern sich in einem paradoxen Durcheinander. Welche Grenzen sind sinnvoll, welche nicht? In “Die Grenze” (OEKOM) lotet Marianne Gronemeyer aus, wie Grenzen zustande kommen, was sie bedeuten – und was sie uns darüber sagen, wer wir sind.

 

Eine Frau ist sich sicher, dass Trillionen von mikroskopisch kleinen Wesen in ihrem Körper ihr Befehle geben. Ein Ingenieur glaubt, mit klimatischem Hoch- und Tiefdruck in andere Welten wandern zu können. Menschen mit Wahn sind uns fremd und seltsam vertraut zugleich: Wir sind fasziniert von ihren bizarren, phantastischen Vorstellungen, und zugleich erfüllt uns die Furcht. Mit Menschlichkeit und Wärme berichtet Achim Haug in “Reisen in die Welt des Wahns” (C.H. BECK) über die Wahnwelten seiner Patienten.

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